Bäume im Waldstraßenviertel

Er steckt schon im Namen “Waldstraßenviertel” – der Wald, die Ansammlung von Bäumen. Tatsächlich gibt es im Waldstraßenviertel mehr Bäume, als auf den ersten Blick zu sehen sind. Viele grüne Hinterhöfe beherbergen – von außen unsichtbar – eine große Vielfalt an Bäumen, sowie anderen Pflanzen und Tieren. Hier soll eine Fotosammlung entstehen, die möglichst alle Baumarten zeigt, die im Viertel zu finden sind. Bitte helfen Sie dabei, indem Sie zum Beispiel noch unidentifizierte Bäume bestimmen oder Tipps geben, an welcher Stelle eine nicht so häufig vertretene Art zu finden ist …

Fotos: Johannes Ackner

“Eindrucksvolle Kundgebung”: Chruschtschow spricht im Zentralstadion

Im Sommer 1957 bereiste eine sowjetische Partei- und Regierungsdelegation die DDR. Auf der Tour ließ sich Staats- und Parteichef Nikita Chruschtschow am 9. August auch in Leipzig bejubeln; das SED-Zentralorgan “Neues Deutschland” schrieb dazu: “Zu einer eindrucksvollen Kundgebung im Leipziger Zentralstadion hatten sich am Freitagabend die Werktätigen der Messestadt trotz strömenden Regens zusammengefunden.” 

Fotos der großen “sideseeing tour across East-Germany” wurden auch von der britisch-kanadischen Agentur KEYSTONE PRESS international verbreitet. Eines der Fotos ist nun ins Waldstraßenviertel zurückgekehrt – siehe unten.

Chruschtschow spricht 1957 vor zehntausenden Menschen im Zentralstadion

Rückseite des Pressefotos von KEYSTONE PRESS

 

Festumzug durch die Jahnallee: I. DTSF 1954

Festzug anlässlich des I. Deutsches Turn- und Sportfestes 1954

Von 1954 bis 1987 fand das Turn- und Sportfest der DDR achtmal in Leipzig statt. Das erste – noch als Deutsches Turn- und Sportfest – wurde auf der Festwiese neben dem geplanten Zentralstadion, im Stadion des Friedens und im Bruno-Plache-Stadion gefeiert. Mit dem 2. DTSF zog man in das neue Zentralstadion, das 1956 eröffnet wurde.

Auf diesem Foto vom 22. August ist der Festumzug durch die Straße der III. Weltfestspiele (zuvor Stalinallee, später Friedrich-Ludwig-Jahn-Allee, heute Ranstädter Steinweg) anlässlich des Abschlusses des DTSF (18. bis 22. August 1954) zu sehen. Die Kulisse bilden einige der ersten nach dem Krieg gebauten Wohnhäuser der Stadt.

Foto: unbekannter Fotograf, im Besitz von Johannes Ackner

Photo shoot à la DDR 1987

Kai Reininghaus, Johannes Ackner und Frank Heyner (v. l.) von der Band "Reininghaus" im Herbst 1987

Kai Reininghaus, Johannes Ackner und Frank Heyner (v. l.) von der Band “Reininghaus” im Herbst 1987

Von Kai Reininghaus

Damals habe ich im Klubhaus “Arthur Hoffmann” (Connewitz) gearbeitet, das auch als “Haus Steinstraße” bekannt war. Dort lernte ich bei einer Ausstellung eine Fotografin kennen. Ich erzählte ihr von der Band, und sie hatte auch gleich Lust, uns zu fotografieren. Weiterlesen

Projekt “Alltag”: Private Fotos und Geschichten gesucht

Der Autor dieses Beitrages, ca. 1987 auf einem Hinterhof in der Auenstraße (heute Hinrichsenstraße). Hinterhof

Der Autor dieses Beitrages, ca. 1987 auf einem Hinterhof in der Auenstraße (heute Hinrichsenstraße)

Fotos erzählen Geschichten. Und Geschichten wollen aufgeschrieben werden. Waldstrassenviertel.org will Fotos  zeigen und alltägliche Geschichten erzählen, die ein privates Bild unseres Viertels vergangener Tage zeigen – jenseits von altbekannten Sehenswürdigkeiten und offizieller Geschichtsschreibung.

Das nebenstehende Foto zum Beispiel entstand etwa 1987, als wir mit unserer Band Reininghaus in einem leerstehenden Hinterhaus in der Auenstraße (heute Hinrichsenstraße) einen feucht-kalten Proberaum bezogen hatten. Wohnraum war damals knapp, Kreativraum dagegen nicht. So habe ich es erlebt – und Sie?

Stellen Sie uns doch bitte für unser “Projekt Alltag” Ihre persönlichen Geschichten und Waldstraßenviertel-Fotos zur Verfügung: Das können Bilder sein von Geschäften (vielleicht der Milchladen in der Jahnallee?), von Betriebsfeiern (Welche Firmen gab es überhaupt im Waldstraßenviertel?), von Freizeitaktivitäten (im Pionierhaus oder im Jugendclub) oder von einem Picknick im Rosental … und, und, und.

Wir möchten die Fotos nicht behalten und geben sie Ihnen nach dem Scannen zurück. Sie können aber auch bereits eingescannte Fotos – mindestens mit 300 dpi – per E-Mail an redaktion@waldstrassenviertel.org schicken. Vergessen Sie bitte nicht, uns die Geschichte zu den Fotos zu erzählen. Wenn Sie also Fotos und Geschichten haben, die wir veröffentlichen dürfen, melden Sie sich!

(Johannes Ackner)

Foto entdeckt: Dr. Woldemar Frege

Dr. Woldemar Frege (um 1860)

Dr. Woldemar Frege (um 1860)

Dieses Porträtfoto aus den 1860er-Jahren von Woldemar Frege (1811 – 1890) habe ich bei eBay entdeckt und gekauft. Der Leipziger Juraprofessor Frege war mit der Sängerin Virginia Livia Gerhard verheiratet, nach der die Liviastraße benannt ist.

Frege gilt als einer der „Gründerväter“ des Leipziger Waldstraßenviertels: Im Jahr 1855 hatte er das Areal der Großen Funkenburg (heute Funkenburgstraße) gekauft. Dieses ließ er gemeinsam mit seinem Sohn Arnold Woldemar von Frege-Weltzien ab 1889 parzellieren und verkaufen. Aufgrund spezieller Bebauungsvorschriften durch Frege entstand ein relativ einheitliches Bebauungsgebiet – das Kerngebiet des heutigen Waldstraßenviertels.

Mitstreiter gesucht!

Das Waldstraßenviertel-Blog sucht Mitstreiter! Falls du etwas über dein Viertel berichten oder erzählen willst, melde dich und bewirb dich als Redakteur. Hier kannst du spannende Geschichten über deine Nachbarn erzählen, interessante Gewerbe vorstellen oder dich öffentlich über die Laubbläser-Plage und Parkplatz-Misere ärgern. Ziel ist, als Ergänzung zu den Waldstraßenviertel-Nachrichten des Fördervereins eine tagesaktuelle Online-Stadtteilzeitung aufzubauen. Und: Die Mitarbeit ist rein ehrenamtlich, Geld gib’s natürlich keines :-)

Unbekanntes Ringelnatz-Foto entdeckt

Historikerglück: Dieses (vermutlich) bislang unbekannte Jugendfoto von Joachim Rigelnatz (Hans Bötticher) habe ich in der Fotothek des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig entdeckt! Es zeigt Ringelnatz (2. v. r.) im Sommer 1897 im Kreise seiner Familie im “Bötticher’schen Garten”, fotografiert von Georg Köring. Das Haus befand sich in der Poniatowskistr. 12, heute Gottschedstraße.

Kampf den Laubbläsern!

Kampf den Laubbläsern um 7 Uhr morgens: Eine Durchführungsverordnung zum Immissionsschutzgesetz besagt, dass Laubbläser (und -sauger) in Wohngebieten nur von 9 bis 13 und 15 bis 17 Uhr betrieben werden dürfen, siehe http://bit.ly/O0cqnL Das gilt natürlich auch für unser Waldstraßenviertel. Ein erster Erfolg konnte bereits verbucht werden: Ein Hausmeister stellte in einem Hinterhof der Waldstraße kurz nach 7 das Laubblasen ein, nachdem man ihn mit der Verordnung konfrontierte.